Johnny Depp - Betrachtungen zu einem Schauspieler
 
Von: Murray Pomerance

Jahr: 2006
Seiten: 312
24 x 17 cm, 48 Abb. sw, gebunden
Preis: 12.00 EUR
ISBN: 978-3980939027
 


"Vom umschwärmten „Bad Boy“ zum coolen und fesselnden Einzelgänger - Johnny Depp hat seit den frühen 1990ern die Medien neugierig gemacht und war Gegenstand internationalen Lobes.
Sein exzentrisches Image, seine willkürlich wirkende Schauspielkarriere, sein verlockend gutes Aussehen und sein eigenartiger Charme haben Aufmerksamkeit erregt. In Johnny Depp – Betrachtungen zu einem Schauspieler geht der Filmwissenschaftler Murray Pomerance unserer Faszination für Depp nach, seiner rätselhaften Komplexität und seiner Bedeutung für unsere Kulturwelt.
Pomerance geht über das packende und unerforschliche Privatleben des Schauspielers hinaus und konzentriert sich auf seine rätselhaften Leinwanddarstellungen von Nightmare – Mörderische Träume bis zu Das geheime Fenster. Das Bild des Schauspielers wird in seinen vielen merkwürdigen Nuancen betrachtet: Depps ethnische Zugehörigkeit, seine Raucherei, seine Ruhe, seine unaufhörliche Bewegung, seine Verbindung zum Schaurigen, zu den Beats, Simone de Beauvoir, der Geschichte der Vernunft, dem Impressionismus und anderen Mehrdeutigkeiten. In Abhandlungen zu seinen Schlüsselrollen - darunter Rafael in The Brave, Bon Bon in Wenn es Nacht wird, Jack Kerouac in Die Beat-Generation, und die lange Reihe seiner gepriesenen Darstellungen von Gilbert Grape zu Käpt’n Sparrow - lernen wir Johnny auf der Leinwand in Begriffen von männlicher Sexualität, Reisen ins Weltall, optischem Erleben, Roland Barthes, dem amerikanischen Kapitalismus im 19. Jh., Orientalismus, der Störungsanfälligkeit von Darstellung und den Gefahren des Schlafes, der Komödie, dem Mythos des Westens, Donald Duck, François Truffaut und noch mehr, kennen.
Zutiefst faszinierend und immer flĂĽchtig wird Depp als der Filmdarsteller unserer Zeit, das Symbol der Darstellung schlechthin, enthĂĽllt."

Rutgers University Press

"Eins vorweg: Wer hier auf ein Starportrait mit vielen bunten Bildern hofft oder etwas über die reale Person hinter den vielfachen Rollen des Schauspielers JOHNNY DEPP erfahren will, wird enttäuscht sein. MURRAY POMERANCE geht es in seinen Betrachtungen um keines dieser Dinge. Weder bestärkt er den schon auf Marlon Brando zutreffenden Hollywoodmythos vom wilden Rebell zum geläuterten Familienvater, noch greift er irgendwelche anderen Mythologisierungen der Boulevardpresse auf. Vielmehr versucht er sich phänomenologisch dem anzunähern, was dieser begnadete Schaupieler in und nicht hinter seinen Rollen für den Betrachter darstellt. Zum einen gelingt ihm das, indem er sich den verschiedenen Positionen annimmt, die typisch für DEPP in seinen Filmen erscheinen, zum anderen dadurch, dass er sich den Schaupieler über seine dargestellten Filmcharktere von Gilbert Grape über Edward mit den Scherenhänden bis Mort Rainey annähert. Das ist durchgängig sehr anspruchsvolle Kost, mit Ausflügen in Philosophie und Medientheorie gewürzt, aber sehr gut recherchiert, hochinteressant und Pomerance dekonstruiert damit so manch vorgefertiges Bild, das man sich im Kopf über dieses Chamäleon unter den Schauspielern zurechtgelegt hat."

Michael SchweĂźinger in Gothic - magazine for underground culture Nr. 67 FrĂĽhjahr 2010

 
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